Diese von Landwirtschaft
und Fischerei geprägte Stadt liegt an der Weinroute und an
der Atlantikküste von Cadiz. Mit 49.000 Einwohnern ist Chiclana
de la Frontera
(17,2 m über NN) etwa so gross wie Estepona oder Motril.
Aber die Umgebung dieser Stadt ist von Tradition aus ein sehr
beliebter Sommerwohnsitz. Das zeigen auch heute noch die vielen
Wohnsiedlungen entlang der Staatsstrasse N 340 von Malàga
nach Cadiz.
Wie schon gesagt, ist diese Stadt von Landwirtschaft und auch
dem Kunsthandwerk geprägt. Aus Chiclana stammen sehr gute
Weine und natürlich das Heilwasser aus der Quelle der Fuente
Amarga. Chiclana de la Fontera gilt als eine typische andalusische
Stadt, da die städtebauliche Struktur dem andalusischen Charakter
entspricht. Mit engen Gassen und Strassen und vielen Blumenhöfen.
Obwohl Chiclana eher die Tradition und die Bräuche Niederandalusiens
bewahrt. Das heisst die Wallfahrten, die Stierkämpfe, der
Flamenco, der Weinanbau und die Touren durch die zahlreichen Tapas-Bars
um die Mittagszeit nicht zu vergessen. All diese Traditionen sind
in den Bewohnern noch allgegenwärtig und werden im täglichen
Leben gebraucht.
In Chiclana werden auch bis heute noch die Puppen hergestellt,
die die typischen andalusischen Trachten tragen. Eine Besichtigung
der Puppenfabrik ist sehr empfehlenswert und interessant.
Geschichtlich kann man zu Chiclana sagen, dass es wie die meisten
anderen der andalusischen Städte von vielen Kulturen heimgesucht
und von den Phöniziern gegründet wurde. Die der Küste
von Chiclana gegenüberliegende Insel Sancti-Petri ist berühmt
durch den Hercules-Tempelbau der Phönizier auf dessen Ruinen
man im 13. Jhd. den Leuchtturm und die Burg von Sancti-Petri errichtete.
Eben da komponierte der Musiker Manuel de Falla die Musik seiner
Atlántida.
Im 14. Jhd. beginnt der Wohlstand und Aufstieg der Stadt. Man
nutzt den Reichtum der Obst- und Gemüsegärten sowie
die des Meeres.
Aber erst im 18. Jhd. erfährt Chiclana richtigen Wohlstand
durch den nun eingeführten Handel mit Amerika in der Bucht
von Cadiz. Damit beginnt auch die grosse Ansiedlung der Händler
im Gemeindegebiet.
Bis heute sind die Haupteinnahmequellen Chiclana de la Fronteras
die Landwirtschaft, der Weinanbau und der Weinhandel.
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