Die Stadt Jaén,
Hauptstadt des Heiligen Königreichs, liegt am Fuße
des Cerro de Santa Catalina, der von der beeindruckenden Burg
gleichen Namens gekrönt wird, und heute als Parador Nacional
(staatl. Hotel) dient. Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick
über die Campiña mit ihren Olivenhainen und über
die Stadt, die sich an dem sanften Abhang erstreckt und einen
kompakten Stadtkern bildet, in dem sich traditionelle Viertel
arabischer und mittelalterlicher Bauart mit Baudenkmälern
und modernen Gebäuden in einer äußerst attraktiven
Mischung vereinen. Deutlich ragt die beeindruckende Kathedrale
heraus, ein wesentliches Werk der spanischen Renaissance, dessen
Urheber der große Andrés de Vandelvira ist.
 
Diese einzigartige Stadt weist aber noch wesentlich mehr Gebäude
und Baudenkmäler auf: die Wehrmauern, die Arabischen Bäder,
die Kirchen San Bartolomé, San Ildefonso und la Magdalena,
den Bogen Arco de San Lorenzo, die Kapelle San Andrés,
die Kirche San Juan, das Dominikanerkloster, die Klöster
Santa Teresa, Santa Úrsula und Nuestra Señora de
la Merced, den Palast des Konnetabel Iranzo und den Palacio de
Villardompardo, in dem sich ein sehr interessantes Museum für
volkstümliche Kunst und Gebräuche und ein Internationales
Museum für naive Kunst befinden.
In der umgebenden Sierra befindet sich der vorstädtische
Park von Jaén, ein wegen seiner Bedeutung für Umwelt
und Erholung geschützter Naturraum.

Geschichte
Die ersten festen menschlichen Ansiedlungen gehen auf die Altsteinzeit
zurück. Auch die Iberer, Karthager und Römer bevölkerten
dieses Gebiet. Damals hieß die Stadt Aurigi.
Im Jahre 207 v. Chr. nimmt Scipio die Stadt ein. Während
dieser Zeit wurde sie stark besfestigt.
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Eine Glanzzeit erlebte sie in der Zeit des al-Andalus. Sie war
eine bedeutende Stadt und während dieser gesamten historischen
Etappe eine umkämpfte Festung.
Die christliche Eroberung erfolgte durch König Ferdinand
III. im Jahre 1246, und der Bischofssitz wurde von Baeza hierher
verlagert. Nach der Eroberung wird die Stadt zum befestigten Platz,
den die Christen für ihre Feldzüge in islamisches Gebiet
nutzen, zumal sie im Grenzgebiet liegt. Es gibt zahlreiche Romanzen
und Legenden, die über diese Ereignisse berichten.
Nach dem Fall des Königreichs von Granada verliert sie ihre
Bedeutung als Grenzstadt, die sie vorher innehatte. Ab 1833 erfährt
sie einen gewissen Aufschwung, als sie zur Provinzhauptstadt wird. |