Die Schönheit der Landschaft begreift die spektakulären
Berge und das Meer mit seinen fantastischen Stränden ein,
zu denen man durch die fruchtbaren Felder gelangt, die einen prachtvollen
Garten abgeben.
Außerdem gibt es hier solch unvergessliche Plätze
wie die Höhlen von Nerja, die eine der schönsten und
am meist besuchten Spaniens sind und einen großen archäologischen
Wert haben. Die Felsenküste von Maro, die zu einem Naturschutzgebiet
erklärt worden sind und in der Stadt selbst der Balkon von
Europa und die Kirche El Salvador.
Ausflug Tip in der nähe von Nerja
Rio Chillar

Geschichte
Der heutige Name stammt vom arabischen Wort Narija
oder Naricha ab und ist gleichzeitig eine Ableitung eines römischen
Terminus. Aus der Römerzeit sind zahlreiche Überreste
gefunden worden, wie ein Stück einer alten Straße,
die Sexi (Almuñécar) mit Caviclum (Torrox) verband
und eine Brücke, die sie wahrscheinlich mit der römischen
Stadt Detunda (Maro) verband.
Die Anwesenheit von Menschen in diesen Gebieten geht auf das
Jungpaläolithikum zurück, wie es die gefundenen Gebeine
in der Höhle von Nerja belegen.
Im 10. Jahrhundert wird Nerja als ein großes Landgut beschrieben,
das sich inmitten von Maulbeerbaumplantagen und fruchtbaren Feldern
befand und berühmt für seine feinen Seidenstoffe war.
Die Stadt genoss den Schutz der starken Burg, dessen Reste heute
noch auf der Straße nach Frigiliana zu sehen sind.
Nach dem die Stadt Vélez-Málaga, im Jahre 1487,
in die Hände der Katholischen Könige gefallen war, unterwarf
sich Nerja der christlichen Herrschaft und wurde im Jahre 1501
Vélez unterstellt.
Im Jahre 1509 wurde der Bau der Festung, die zum Schutz vor den
Angriffen der Berberpiraten dienen sollte, auf einem Felsen beendet,
der auf das Meer blickt. Heute befindet sich auf diesem Felsen
der Balkon von Europa.
Da die maurischen Einwohner ihre Ländereien sehr schnell
verließen, konnte der Ort im Jahre 1515 mit Altchristen
aus Vizcaya, Galizien, Valencia, Sevilla und anderen Teilen Andalusiens
neubesiedelt werden. 1570 vollzog sich dann die endgültige
Vertreibung der Morisken.
Eine weitere bemerkenswerte Episode, die in den Geschichtschroniken
von Nerja festgehalten wurde, erzählt, dass während
des Unabhängigkeitskrieges die napoleonischen Truppen die
Stadt besetzten und in der Burg eine Küstenverteidigung aufstellten,
die von der englischen Flotte im Jahre 1812 zerstört wurde.
Auch Nerja und der dazugehörige Verwaltungsbezirk erlitten
die Folgen des furchtbaren Erdbebens, der den Namen Terremoto
de Andalucía trug und am 25. Dezember 1884 stattfand. Am
20. Januar 1885 reiste der König Alfonso XII nach Nerja und
in andere Teile der Axarquía, um sein Interesse und Mitgefühl
für die entstandenen zahlreichen Sachschäden und Verluste
auszudrücken, die das Erdbeben verursacht hatte und versprach
Hilfe zu schicken.
Ein neuer Impuls, der die Physiognomie von Nerja und des Verwaltungsbezirks
und damit auch die Wirtschaft und die Lebensform der Einwohner
definitiv verändert, macht sich in der zweiten Hälfte
des 20. Jahrhunderts bemerkbar, als sich die progressive touristische
Entwicklung der 60er vollzieht und die Stadt in eine der herausragendsten
des touristischen Mittelmeerpanoramas verwandelt.
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