Die Geologieroute Torcal de Antequera-fuehrt durch El Torcal, La Sierra Valle de Abdalajís, die Schlucht Desfiladero de los Gaitanes, Mesa Villaverde, Bobastro, Sierra Peñarrubia und El Tajo Molino, auf Landstrichen der Gemeinden Teba, Campillos, Ardales, Álora, Valle de Abdalajís und Antequera.
Der Weg ist gut ausgeschildert und verfuegt auch ueber einen Parkplatz.
Die hoechsten Punkte der Route befinden sich in der Sierra de Peñarrubia, der Sierra de Huma-Valle de Abdalajís und der Sierra del Torcal. Die Fluesse Turón, Guadalhorce und Guadalteba bereichern die schoene Landschaft. Dazwischen liegen Landstriche wie La Falla del Castillón, El Cerro del Chopo, die Sierra de Almorchón oder El Tajo de la Encantada.
Montejaque hat etwa 1.000 Einwohner, liegt 700 Meter ueber dem Meeresspiegel; im westlichen Teil der Serranía de Ronda, etwa 140 Km von der Stadt Málaga, 21 Km von Ronda und nur 2 Km von Benaoján entfernt.
Ein Großteil seines Gemeindegebiets gehoert zum Gelsende des Naturparks Sierra de Grazalema.
Die felsigen Erhebungen Peñón de Mures (865 m), Cerro Tavizna (899 m), Pico Ventana oder El Hacho (die beiden mit Hoehen von ueber 1.000 Metern), wirken wie ein Magnet auf begeisterte Kletterer.
Die arabischen Wurzeln spiegeln sich im in engen, steilen Gassen mit weißen Haeusern nieder. Der Name der Ortschaft ist maurischen Ursprungs „Monte-Xaquez” (verlorener Berg)
Zu den Sehenswuerdigkeiten gehoert die Kirche Santiago el Mayor (im 16. Jh. im Spaetgotikstil errichtet und 200 Jahre spaeter renoviert), wie auch die Hoehle “Cueva de la Pileta”, die wegen ihren Hoehlenmalereien zum Nationalmonument vorgeschichtlicher Kunst erklaert wurde (liegt in Benaojám) oder die “Cueva de Hundidero”, die bei Hoehlenforschern wohlbekannt ist, weil in ihr der Fluss Guadiares verschwindet, und 4 km weiter in der Cueva del Gato taucht er wieder auf.
ANREISE
Es gibt zwei Moeglichkeiten von Ronda aus:
1. man faehrt auf der Landstrasse A-376 und biegt nach 4,5 Km auf die MA-555 ab, faehrt bis nach Benaoján; und weiter ueber die MA-560 direkt nach Montejaque .
2. ebenfalls ueber die A-376 und nach etwa 12 Km die Abzweigung zur MA-505 nehmen, die ueber Benaoján direkt nach Montejaque fuehrt.
Die kleine Gemeinde Cuevas del Becerro (2000 Einwohner) liegt 730 Meter ueber dem Meeresspiegel; im Norden des Landkreises Ronda, an der Grenze zum Landkreis Antequera.
Die Entfernung nach Malaga betraegt 150 km und nach Ronda 20 Kilometer.
Die Gemeinde Cuevas del Becerro besitzt sehr ausgepraegte Merkmale im mozarabischen Stil.Die Haeuser des Dorfes sind von der Sierra de Vijan (905 Meter) und dem Gipfel Cerro de los Tercios (948 m) wie ein Schutzmantel umgeben, dazwischen verlaeuft der Río de las Cuevas. Zum Tal des Río de las Cuevas hin kann man die Berge Cerro del Castillón, Cerro de las Palomas und Pilón del Zorro (mit Hoehen um die 950 Meter) sehen.
Um den Cerro del Castillón, im nordoestlichen Gebiet des Cerro de las Palomas (die bedeutendste Fundstaette) und auch an der Quelle Fuente del Zorro, sind praehistorische Ueberreste gefunden worden.
Wie man in den Casas de las Villas feststellen kann, hinterließen die Roemer die interessantesten Zeugnisse ihrer Anwesenheit in dieser Gegend.
Es wurden Mosaiksteinchen, Stuckteile und Muenzen aus der Kaiserzeit gefunden. Sehr interessant sind die archaeologischen Fundstaetten, wie die mittelalterliche Burg vom Cerro del Castillón. Der wichtigste Fund ist aber ein Dorf, in dem Toepferwaren hergestellt wurden. In einem bewundernswert guten Zustand befinden sich zwei Tonoefen roemischen Ursprungs und Teil eines dritten, die hier gefunden wurden.
Aus der Zeit der maurischen Herrschaft weiß man, dass das Dorf von Alfons XI. von Kastilien im Jahre 1130 erobert wurde, bei dem auch Orte wie Teba, Ardales, Cañete, Priego und Ortejícar fielen.
Im Archiv der Pfarrkirche sind Dokumente ab dem 18. Jh. erhalten. Die ersten Unterlagen im Gemeindearchiv stammen von 1867, als die Laendereien der Herzogin von Cuevas del Becerro und Benamejí gehoerten.
Einen Besuch wert ist die Kirche San Antonio Abad (vom Beginn des 20. Jh.), sowie auch die die Hoehle Cueva del Moro und die Quelle „Fuente del Nacimiento“.
ANREISE
Von der Stadt Málaga faehrt man die Landstrasse A-357 in Richtung Campillos. Etwa sechs Kilometer hinter Ardales biegt man links auf die A-367 ab. Nach ca. 30 Km kommt man nach Cuevas del Becerro.
Von Ronda aus nimmt man die Straße A-367, die in Ronda beginnt und direkt nach Cuevas del Becerro fuehrt. Die Entfernung zwischen beiden Orten betraegt etwa 20 Kilometer.
RONDA ist 477,50 qkm gross, zaehlt 35.000 Einwohner, liegt im Nordosten der Provinz Málaga, 740 Meter ueber dem Meeresspiegel, zwischen den Naturparks Sierra de las Nieves, Grazalema und Los Alcornocales. Die Entfernung zur Provinzhauptstadt betraegt 113 Kilometer.
Die Stadt Ronda besteht aus drei Ortsteilen: Ortskern, bekannt als „la Ciudad“ (die Stadt), das Viertel Mercadillo (verbunden mit dem vorherigen durch drei Bruecken ueber die beruehmte Schlucht “Tajo de Ronda” (100 Meter tief, etwa 500 Metern lang, an deren Grund der Río Guadalevín fließt), und zuletzt das Viertel San Francisco (Entstehung genau wie das vorhergehende im 16. Jh.).
Die Altstadt von Ronda hat eine ueberwaeltigende Architektur mit Geschichte und Legenden.
Im 19. Jh., haben Besucher wie Carter, Richard Ford, Merimée, Gautier, Doré, Lorca, Alberti, Hemingway, Rilke u.v.m. Ronda in ganz Europa bekannt gemacht. Sie trugen mit ihren Werken dazu bei, die Schoenheiten, Legenden und Mythen dieser Stadt ueber die halbe Welt zu verbreiten.
Ronda („Arunda“), erwaehnte bereits der Geschichtsschreiber Plinius, in einer seiner Auzeichnungen vom 6.Jh. v. C. Die Roemer nannten sie „Laurus“ und im 7. Jh, mit der Ankunft der Araber, erhielt die Stadt den Namen “Izna Rand Ronda” und begann, eine gewisse politische und wirtschaftliche Bedeutung zu erlangen.
Im Jahre 1066 verlor die Stadt ihre Unabhaengigkeit, mit der Eingliederung in das Koenigreich Sevilla. Danach wurde Ronda fast 400 Jahre lang von den verschiedenen Staemmen Nordafrikas und letztendlich durch die Nasriden von Granada beherrscht. In dieser langen Zeit erlebte die Stadt Wohlstand und Expansion.
Im Jahre 1485 marschierten die christlichen Truppen in Ronda ein, aber das Zusammenleben zwischen Moslems und Christen dauerte nicht allzu lange. Die kriegerische Entwicklung reichte bis zur Vertreibung aller Morisken im Jahre 1609.
Danach hat auch Ronda eine Zeit des Verfalls erlebt, die ungefaehr bis zum 18. Jh. andauerte. 1810 zogen die franzoesischen Truppen (mit José Bonaparte persoenlich an der Spitze) ein. Die Truppen Napoleons verliessen den Ort im Jahre 1812.
Dank Einweihung der Bahnlinie im Jahre 1891 und dem Bau mehrerer Straßen fand eine bemerkenswerte soziale und wirtschaftliche Entwicklung statt.
Im Jahre 1918 wurde Ronda als Veranstaltungsort fuer den Andalusischen Kongress ausgewaehlt. Bei dieser Versammlung wurden die Fahne und das Wappen der Autonomen Region von Andalusien beschlossen.
Sehenswuerdigkeiten:
Rathaus, Stadttor „Puerta de Almocábar“, Stadttor „Puerta de Carlos V“, Plaza Duquesa de Parcent, Casita de la Torre (Turmhaeuschen), Torbogen des Arco de Felipe V, Fuente de los ocho caños (Brunnen der acht Rohre), Stierkampfarena (die Hemingway und Orson Wells begeisterte), Gaerten von Blas Infante, Hotel Reina Victoria, Bruecke “Puente Viejo”, Bruecke “Puente Nuevo”, Kirche Padre Jesús, Stiftskirche Madre de Dios, Stiftskirche San Francisco, Kirche Virgen de la Paz, Hauptkirche Santa María de la Encarnación, Kirche La Caridad, Stiftskirche Santa Isabel de los Angeles, Kirche Espíritu Santo, Stiftskirche der Madres Franciscanas, Stiftskirche San Francisco, Kirche Santa Cecilia, Kirche del Socorro, Kirche de la Merced, Mozarabisches Kloster Virgen de la Cabeza, Palast von Mondragón, Palast des Herzogs von Salvatierra, Museo del Bandolero (Museum der Banditen), Museo de la Caza (Jagdmuseum), Museo Temático Lara (Thematisches Museum), Museum von Joaquín Peinado, Minarett von San Sebastián, Casa del Rey Moro, Haus des San Juan Bosco, Casa del Gigante (arabisches Wohnhaus), Sillón del Rey Moro, Tempel der Virgen de los Dolores, Arabische Baeder, roemische Funde von Acinipo.
Die Bruecke „Puente Nuevo“ wurde 1735 eroeffnet, sechs Jahre spaeter brach sie jedoch durch eine Flutwelle des Río Guadalevín zusammen und kostete 50 Menschen das Leben. Die neuen Bauarbeiten begannen im Jahre 1751 und endeten 1793. Es ist das eindrucksvolle Bauwerk mit einer Hoehe von 98 Metern. Die Brueckenflaeche ist durch drei Rundboegen gestuetzt, ueber dem mittleren Bogen gibt es einen Raum, der frueher als Gefaengnis diente und heute ein Informationszentrum beherbergt.
Nach der Ueberquerung der Bruecke sieht man auf der linken Seite die Stiftskirche San Francisco (gegruendet zu Zeiten der Katholischen Könige) auf der rechten Seite, in der Straße Calle Tenorio, befindet sich das, im Jugendstil gebautes Haus von San Juan Bosco. In der Straße Calle Beato Fray Diego José de Cádiz (ganz in der Naehe), befindet sich die Kirche Virgen de la Paz
Casa del Gigante ist ein gut erhaltenes Wohnhaus aus der islamischen Epoche, das etwa im 14. Jh. erbaut wurde.
Im Palast von Mondragón ist heute das Museum von Ronda untergebracht. Dieses noble Gebaeude, mit seinem eleganten Portal mit dorischen und ionischen Saeulen und einem bogenfoermigen Fronton, ist rund um drei prachtvolle Innenhoefe angelegt, von denen einer im Renaissance-Stil gehalten ist.
Auf der heutigen “Plaza de la Duquesa de Parcent” befanden sich waehrend der arabischen Herrschaft die wichtigsten Gebaeude der Stadt: der Alcázar, die Moschee, der Marktplatz, das Gefaengnis…
Mit dem Bau der Kirche “Santa María de la Encarnación” wurde zwischen dem 16. und dem 18. Jh. (auf den Resten der ehemaligen Hauptmoschee, von der ein Teil des Mihrab erhalten ist) im spaetgotischen Stil begonnen. Der aus sieben Kapellen bestehende Kopfteil ist im Renaissance-Stil gearbeitet, und viele andere Details gehoeren ganz eindeutig zum Barock. Der Chor wurde im ersten Drittel des 18. Jh. aus Nussbaum und Zedernholz angefertigt .
Die Virgen de los Dolores, die ein Altarbild beherrscht, soll von Martinez Montañés und von La Roldana stammen. Die Hauptfassade ist im gotischen, waehrend der Turm im Mudejar-Stil gehalten ist. Auf dem Platz der Kirche Santa Maria de la Encarnación, wo sich heute die Klosterschule der Salesianer “Sagrado Corazón“ befindet, stand frueher die Burg Laurel, die im 2. Jh. v. C. errichtet wurde.
Das heutige Rathaus wurde zwischen dem 17. und dem 18. Jh. erbaut und diente als Hauptquartier der Milizen. Im Innenbereich sind die Holzdecke (ueber der Treppe) im Mudejar-Stil sowie der Sitzungssaal sehenswert. Die zwei oberen Stockwerke sind mit offenen Arkaden versehen.
Die Kirche La Caridad und die Stiftskirche Santa Isabel de los Angeles, beide aus dem 16. Jh. liegen gleich in der Naehe.
Die Kirche des Heiligen Geistes (Espíritu Santo) wurde im Jahre 1505 an der Stelle des ehemaligen Verteidigungsturmes errichtet, der waehrend der Belagerung durch die Christen zerstoert wurde. Das Innere des Gebaeudes besteht nur aus einem Schiff, in dem Gotik und der Renaissance vereint sind. Im barocken Retabel am Hauptaltar ist ein Gemaelde mit dem Titel „La Venida del Espíritu Santo“ sowie eine Figur der Virgen de la Antigua mit byzantinischem Einfluss zu sehen.
Das Stadttor “Puerta de Almocábar” stammt vom Ende des 13. und Beginn des 14. Jh. Das Tor Karls V. “Puerta de Carlos V” wurde im Renaissance-Stil im Jahre 1965 erbaut und mit dem Wappen der Habsburger geschmueckt.
Auf der Promenade Alameda de San Francisco (auf der anderen Seite der Tore), befindet sich die Stiftskirche der Madres Franciscanas, die im Jahre 1664 gegruendet und Mitte des 20. Jh. neu aufgebaut wurde.
In der Calle de San Francisco befindet sich die gleichnamige Stiftskirche, die architektonische Elemente der Gotik und des Mudejar-Stils aufweisst. Sie wurde im 16. Jh. vollendet. Ein prachtvolles Portal im isabellinischen Stil ist gut erhalten.
In Ronda gibt es drei sehr repraesentative Museen in der Calle Armiñán: In der Hausnummer 65 befindet sich das “Museo del Bandolero” (Banditen-Museum), in der Hausnummer 59 ist das Jagd-Museum und in der Hausnummer 29 das Thematische Museum Lara.
Im “Museum Joaquín Peinado”, einem der bedeutendsten Vertreter der Pariser Schule, sind etwa 200 Werke, darunter Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen und grafische Werke dieses Künstlers aus Ronda ausgestellt
Das Museum befindet sich auf der “Plaza del Gigante”, im wieder hergestellten Palast der Herzoege von Moctezuma.
An der Straßenecke der Calle Armiñan und Calle Marqués de Salvatierra befindet sich das Minarett von San Sebastian, das zu einer Moschee aus dem 14. Jh. gehoerte, die aber heute nicht mehr existiert. Das Minarett hat einen gut erhaltenen wunderschoenen Hufeisenbogen unter einem Tuersturz mit Keilsteinen.
Palast des Herzogs von Salvatierra befindet sich oestlich des Viertels Ciudad. Das Palast wurde im 17. und 18. Jh. oefters umgebaut. Zu bewundern sind die korinthischen Saeulen an seinem Portal und der prachtvolle schmiedeeiserne Balkon sowie auch die Gaerten, die Kapelle, das Mobiliar und die Brustlehne des Brunnens im Innenhof.
Das Haus „Casa del Rey Moro“aus dem 18. Jh., befindet sich in der Straße Santo Domingo neben dem Palast von Salvatierra und der Stiftskirche. Sein Name stammt von einer Kachel am Portal, auf der ein maurischer Koenig dargestellt ist. Zu Beginn des 20. Jh. wurde das Haus durch die Graefin von Parcent renoviert. Die herrlichen Gaerten wurden von Jean Claude Forestier entworfen. Sie sind mit der Wasserquelle La Mina, mit einer, in den Fels gehauene Treppe von 60 Metern Laenge (ein Bauwerk aus arabischer Hand), verbunden.
Nach dem Einsturz der “Neuen Bruecke“ wurde ein neuer Zugang über die Alte Bruecke hergestellt. So wurde das alte Tor Puerta del Puente durch „Arco de Felipe V“, im neoklassizistischen Stil ersetzt. Neben diesem Torbogen befindet sich der „Sillón del Rey Moro“ (Sessel des Maurenkoenigs), mit einem prachtvollen Ausblick.
Ueber die Alte Bruecke (erbaut 1616 und renoviert 1961), erreicht man (ueber die calle Real) den alten Kern des Viertels Mercadillo. Dieses Viertel bestimmte die Spielregeln des Handels in Ronda. In der Calle Real kann man sich den „Brunnen der acht Rohre“ (Fuente de los Ocho Caños) anschauen, welcher zeitgleich mit dem Tor “Puerta de Felipe V.” gebaut wurde. Es ist eine einfache Konstruktion aus Stein, die an einer Seite mit dem Stadtwappen geschmueckt ist.
Gleich daneben erhebt sich der Turm der Kirche Padre Jesús, mit einem wunderschoenen Flachglockenturm im Renaissance-Stil. Die Kirche wurde im 16. Jh. erbaut, doch die Stuckarbeiten innen sind um dem 18. Jh entstanden. Die angebaute Stiftskirche Madre de Dios (im Gotik, Renaissance und dem Mudejar-Stil) stammt ebenfalls aus dem 16. Jh.
Wenn man die Straße Santa Cecilia hinaufgeht, kommt der kleine “Tempel der Virgen de los Dolores” zum Vorschein. Es ist ein kunstvolles Werk von 1734, das ein Altarbild mit einem Gemaelde der Jungfrau beherbergt. An zwei seiner Saeulen sind vier erhaengte Figuren dargestellt, wahrscheinlich im Bezug auf die oeffentlichen Hinrichtungen.
Ueber die Straße Calle de los Dolores erreicht man die Plaza de los Descalzos, in der sich die Kirche Santa Cecilia (erbaut im 17. Jh.), mit ihrem auffallenden barocken Portal aus dem 18. Jh. erhebt.
Durch die Straße Carrera de Espinel kommt man zur Kirche del Socorro, die im neobarocken Stil errichtet wurde.
Die erste koenigliche Reitschule von Ronda “Real Maestranza de Caballería de Ronda” wurde von Felipe II zum Zweck der militärischen und reiterischen Erziehung des Adels gegruendet. An seiner Hauptfassade im neoklassizistischen Stil fallen zwei toskanische Saeulen auf, mit einem geteilten Fronton, mit dem koeniglichen Wappen drauf. Der schmiedeeiserne Balkon ist mit Motiven aus der Welt der Stiere geschmueckt.
Die heutige Stierkampfarena (eingeweiht 1875), ist mit ueber 400.000 Besuchern pro Jahr nach der Höhle von Nerja das zweite meistbesuchte Bauwerk der Provinz Málaga. Sie bietet Platz für 5.000 Personen und ist komplett ueberdacht. Die Besonderheiten dieses Platzes sind die 136 toskanische Saeulen und die aus Stein gearbeitete Barriere.
Im Untereschoss befindet sich das Stierkampfmuseum, das den Familien Romero und Ordóñez, den großen Stierkaempferdynastien von Ronda gewidmet ist. Die Gaerten von Blas Infante, wo sich vor langer Zeit das urspruengliche Theater Espinel befand, in dem der andalusischen Kongress von 1918 stattfand, liegen gleich neben der Stierkampfarena.
In der Kirche de la Merced (Alameda del Tajo) wird der Arm von Santa Teresa aufgewahrt, der vom Diktator Franco so sehr verehrt wurde, dass er ihn in seine privaten Reliquien aufnahm.
Das mozarabische Kloster der Virgen de la Cabeza (erbaut im 9. und 10. Jh.) liegt einige Kilometer vom Ortskern entfernt. Es ist ein Gebaeudekomplex mit Wohnungen fuer die Moenche und eine in den Fels gehauene Kirche. Der einfache Tempel wurde von Christen waehrend der Zeit der arabischen Herrschaft errichtet.
Die Arabischen Baeder (gegen Ende des 13. Jh. oder Anfang des 14. Jh. erbaut), befinden sich im Gebiet des ehemaligen Judenviertels. Sie wurden vernachlaessigt und unter den Wassern des Río Guadalevín verschuettet. Bei der Errichtung einer Gartenanlage tauchten die ersten Reste der Baeder auf, aber erst im Jahre 1935 wurde die kunsthistorische Fundstaette vom Staat gekauft. So kamen drei Badesaele (fuer kaltes, lauwarmes und heißes Wasser) und die Decken mit Tonnengewoelbe zum Vorschein, die durch Rundboegen miteinander verbunden sind. Die Kuppeln ueber den Baedern sind mit sternfoermigen Oeffnungen versehen, die das eindringende Licht filtern. Es sind auch ein Teil der Heizkessel und der Wasserleitsysteme erhalten, und die Experten sind sich einig, dass es sich um eine der am besten erhaltenen Badeanlagen jener Epoche in ganz Spanien handelt.
Die roemische Fundstaette von Acinipo liegt 21 Kilometer von Ronda entfernt auf einem Hochplateau von 980 Metern Hoehe ueber dem Meeresspiegel, mit einem weiten Panoramablick. Von der ehemaligen roemischen Stadt ist nur noch das Theater erhalten, das im 1. Jh. v. C. auf einem Huegel entstand und der Zuschauerraum wurde in den Felsen hinein gebaut. Ebenfalls hat man Reste von Thermen, von zwei Wohnhaeusern und dem offiziellen Tempel, der Basilika und der Saeulengaenge gefunden.
Natur
Im Gebirgsland von Ronda treffen sich der Naturpark Los Alcornocales (der Korkeichen, auch als der letzte Urwald des Mittelmeeres bekannt),
der Naturpark der Sierra de Grazalema (mit den hoechsten Niederschlaegen der gesamten Iberischen Halbinsel) und Sierra de las Nieves, ein 19.000 Hektar großes Gebiet mit groeßten Waldflaechen des gesamten europaeischen Mittelmeergebietes mit Pinsapo-Kiefern (eine Tannenart aus dem Tertiaer).
Auch der zoologische Reichtum mit seltenen Exemplaren wie dem Koenigsadler oder dem Iberiensteinbock sit zu erwaehnen. An der karstischen Erdoberflaeche fallen bedeutende Erhebungen und tiefe Simas auf, die von dem großen Reichtum an Wasser über Tausende von Jahren hinweg gebildet wurden. Unter den Simas ist vor allem die GEMS zu nennen, eine der groeßten auf unserem Planeten, die bis heute nur bis zu einer Tiefe von 1.100 Metern erforscht wurde.
Anreise
Von Málaga aus, nimmt man die Landstrasse A-357 in Richtung Campillos. Ca. 6 Km nach Ardales faehrt man auf die A-367, die ueber Cuevas del Becerro nach Ronda fuehrt.
Von San Pedro de Alcántara nimmt man die Autovía AP-7 bzw. N-340 und biegt man auf die A-376 ab, die nach Ronda fuehrt. Die Strecke ist recht kurvenreich und bietet schoene Ausblicke auf die Landschaft.
Von Manilva aus nimmt man ebenfalls die Autovía AP-7 bzw. N-340 und dann biegt man auf die A-377 , bis nach Gaucín und da auf die A-369 abzweigen und etwa drei Kilometer vor Ronda auf die A-376 fahren, die nach Ronda fuehrt.
Von den Ruinen Bobastros bis La Encantada
Die Route zwischen Álora und Ardales ist etwa 7, 5 km lang, mit einem mittleren Schwierigkeitsgrad und ist in ca. 3 Stunden zu bewaeltigen,
Ueber die Kreisstraβe nach Álora gelangt man zum Ausgangspunkt. Nachdem man den Ort El Chorro und danach die Kapelle Ermita de Villaverde passiert hat, nimmt man eine Abzweigung zu den Bobastro-Ruinen ein. Ein Stueck vor der mozarabischen Kirche gibt es die Moeglichkeit das Auto abzustellen und ab hier beginnt der Fuβmarsch Richtung Gotteshaus, der zwischen Konglomerat und Sandstein in Form einer Freitreppe verlaeuft.
Nach dem Besuch der Kirche geht es auf dem hinteren Pfad weiter, der uns zur Straβe bringt. Bald darauf geht es am Stausee La Encantada entlang und nach Durchqueren eines Mandelbaumbestands gelangt man zu den gut erhaltenen Ruinen von Bobastro.
Vor dem Rueckweg kann man noch den hoechsten Punkt des Mesa de Villaverde (662 m) erklimmen, wo sich das Castillón (ehemaliges maurisches Schloss von Bobastro) befindet.
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Grafikmuseum Marbella mit neuer Dauerausstellung 32 Werke des nationalen Wettbewerbs zu sehen
Das Nationale Grafikmuseum in Marbella hat nach einer renovierung seine Türen wieder geöffnet mit Werke von berühmter Künstler wie Goya, Miró und Picasso, die bislang im Archiv des Museums schlummerten. Außerdem sind 32 Radierungen und Stiche des aktuellen 15. Wettbewerbs für Nationale Grafikkunst ausgestellt.
INFOS
Nationale Grafikpreise bis 10. April im Museo del Grabado,
C/ Hospital Bazán, Marbella, geöffnet Dienstag bis Samstag von 10 bis 14 und 17.30 bis 20.30 Uhr.
Web: www.museodelgrabado.com/
Die Gemeinde Algarrobo liegt nur 3 km vom Meer entfernt, auch wenn sie sich nzwischen immer mehr in Richtung Kueste ausdehnt. Am hoechsten Punkt eines Huegels liegt die Kapelle ”San Sebastian”, des oertlichen Schutzheiligen. Sie ist eine, in 1975 erstellte Replik des Originals aus dem 17. Jh., die aufgrund ihres schlechten Zustands abgerissen werden musste. Ihre einfache Bauweise besteht aus einem einzigen Schiff mit lateinischem Kreuz. Die Umgebung der Kapelle wurde als Freizeitpark mit ueppigem Baumbewuchs, Gaerten und Springbrunnen hergerichtet.
Das bedeutendste kirchliche Bauwerk von Algarrobo ist die Pfarrkirche “Santa Ana”, im Zentrum des Ortes. Sie wurde im 17. Jh. mit einem Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes errichtet. Ihre drei Schiffe, die auf achteckigen Saeulen ruhen, sind durch Reihen von Rundboegen voneinander getrennt. Besondere Beachtung verdienen die getaefelten Holzdecken und die Betnische aus dem 18. Jh. Ein Glockenturm vervollstaendigt die Architektur dieser schlichten Kirche.
In den steilen engen Gassen kann der Besucher an vielen Fassaden Mauernischen zur Heiligenverehrung (wie sie frueher Brauch war) entdecken und von ihren zahlreichen Aussichtspunkten aus einen herrlichen Blick genießen.
Ein wahres Muss für Geschichts- und Kunstliebhaber ist das Archaeologie-Museum der Provinz Málaga, wo die Funde der Ausgrabung der phoenizischen Totenstadt Trayamar zu sehen sind, die nach Aussage der deutschen Archaeologen Schubart und Niemeyer, die jahrelang diese Ausgrabungen untersucht haben, als historisch bedeutendste und bemerkenswerteste paleopunische Begraebnisstaette des westlichen Mittelmeerraums gilt. In den Graebern wurden nicht nur Juwelen, sondern auch einige Objekte griechischen Ursprungs gefunden, die möglicherweise von den Phoeniziern oder sogar von den Griechen selbst hergebracht wurden.
Bei den Graebern handelt es sich um eine Ansammlung aus vorpunischer Zeit, die zu einer Phoenizierstadt gehoerten, welche wahrscheinlich rund um eine Fabrik entstanden ist, deren Bau im 7. Jh. v. C. zeitlich mit der Errichtung der Stadt Karthago zusammenfaellt.
Algarrobo besitzt zwei Exemplare von den zahlreichen, entlang der Küste Málagas noch erhaltenen Wachtürmen. Den “Torre Ladeada” (schiefer Turm), maurischen Ursprungs, der auch als “daleá” (eine Verunstaltung des tatsaechlichen Namens) bekannt ist und den “Torre Nueva” (neuer Turm), der aus dem 16. Jh. stammt. Beide wurden errichtet, um die Bevoelkerung vor Eindringlingen, sowohl vor feindlichen Heeren wie vor Piraten, zu warnen.
Die größte Augenweide für Besucher Algarrobos ist die Naturerscheinung in den Monaten Januar und Februar, wenn die Mandelbaeume blüten. Die Mandeln gehoeren natuerlich zu den Grundzutaten der beruehmten Oelkuchen aus Algarrobo, einem Erbe der Araber. Wein, Sardinenspieße und die kalte Suppe Ajoblanco vervollstaendigen das koestliche Gastronomieangebot vor Ort.
Das weitläufige Gemeindegebiet von Alhaurín de la Torre (ca. 28.000 Einwohner), im Westen des Landkreises Málaga, an der Mündung des Guadalhorce-Tals und etwa 100 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, ermöglicht in gewisser Weise den weiteren Verlauf des Guadalhorce-Tals bis zur Küste. Ihre Nähe zur Provinzhauptstadt (ca. 17 Km) und nach Torremolinos (ca. 10 Km) haben dazu geführt, dass viele Einwohner dieser zwei Städte Alhaurín de la Torre als zweiten Wohnsitz oder, dank der guten Verkehrsanbindung an die Costa del Sol, als Pendlerwohnort gewählt haben. Trotz des großen städtebaulichen Wachstums hat Alhaurín de la Torre es verstanden, seine Identität und seine Traditionen zu bewahren und die typischen, entzückenden Winkel zu erhalten. Seine Flächen erstrecken sich zwischen dem Gebirge und der Talsohle von Málaga in einer offenen Landschaft, die an den Ausläufern der Gebirgszüge von Mijas und Cártama ansteigt und dann an Höhe verliert, je weiter man in das Tal kommt. Die Gemüsefelder, die Plantagen mit Zitrusfrüchten und subtropischen Produkten vermischen sich immer mehr mit den zahlreicher werdenden neuen Wohnanlagen.
Sehenswert sind: die Kapelle Santo Cristo del Cardón und Kapelle Alamillo, die Pfarrkirche San Sebastián, Aquädukt von Arcos de Zapata, Schutzhütte von Torrijos.
Angesichts der belegten Anwesenheit der Phönizier in Alhaurín el Grande und an der Mündung des Guadalhorce, ganz in der Nähe von Alhaurín de la Torre gelegene Orte, ist es mehr als wahrscheinlich, dass dieser Ort ebenfalls phönizischen Ursprungs ist, durch den auch die Turdetaniden gezogen sind, die genau wie die Phönizier, die in Alhaurín el Grande vorhandenen Silber- und Bleiminen bewirtschafteten.
Zur Zeit der Römer trug der Ort den Namen Lauro Vetus; er muss eine gewisse Bedeutung besessen haben, denn er wird in mehr als einer Chronik aus jener Zeit erwähnt. Manche Historiker glauben, dass in diesem Ort nach der Schlacht von Munda die Anhänger von Julius Cäsar, Cneo Pompeius getötet haben.
Später waren es die Mauren, die sich in der Gegend niederließen und den Ort Alhaurein oder Albarracín tauften. Nach der Eroberung durch die christlichen Truppen im Jahre 1485 erhielt er endgültig den Namen Alhaurín, dem der Zusatz “de la Torre” zur Unterscheidung von Alhaurín el Grande hinzugefügt wurde.
Alhaurín el Grande ist eine Gemeide mit etwa 20.000 Einwohnerm, liegt im Guadalhorce-Tal, 239 Meter ueber dem Meeresspiegel und die Entfernung zur Provinzhauptstadt Malaga betraegt 27 km. Der Ortskern liegt eingebettet auf der Nordseite der Sierra von Mijas.
Wenn man in den Ort kommt, sieht man einen gruenen Landschaftsteppich, mit gepflegten Gemuese- und Getreidefeldern, Olivenbaeumen, ausgedehnten Zitrus- und Obstplantagen (Orangen und Zitronen), durch die zickzackfoermig der Fluss Fahala fließt.
Diese Gegend war mindestens seit der Neusteinzeit besiedelt gewesen, erst von Iberer, danach waren es die Phoenizier, die Griechen und die Roemer, die fuer den groeßten Aufschwung der Gegend sorgten.
Aus der Roemerzeit stammen auch die Funde wie eine Alabasterstatue, mehrere Muenzen von Dioclecianus, einige Zisternen sowie Boegen von einem Aquaedukt in der Naehe der “Fuente Lucena”. In El haza del Tesoro wurde toskanische Kapitelle entdeckt.
Durch die rationelle Nutzung des Wassers fuer die Plantagen, erreichte der Ort (unter arabischer Herrschaft) eine groeßere wirtschaftliche Bedeutung. Aus dieser Zeit stammt auch der Name: Al-haur, heißt uebersetzt “Senkung” oder “Tal”.
Nach der Rueckeroberung durch die christlichen Truppen im Jahre 1487 fand die Landverteilung unter den christlichen Siedlern statt, deren Nachkommen im Jahre 1634. die rechtliche Selbstbestimmung erwarben.
Das Stadtwappen zeigt das „Goldene Vlies“, verliehen von Karl V.
SEHENSWUERDIGKEITEN:
Die Pfarrkirche “Nuestra Señora de la Encarnación”, deren Grundriss die Form einen lateinischen Kreuzes mit drei Schiffen aufweist. Sie wurde im 16. Jh. an der Stelle einer ehemaligen maurischen Festung gebaut und im 18. und 19. Jh. umgebaut und erweitet.
Die Kapelle von Santa Vera Cruz besitzt einen dreieckigen Turm, bestehend aus drei Baukoerpern.
Die Kapelle von San Sebastián stammt aus dem 17. Jh.
Vom Rathaus „Casa Consistorial genießt man einen herrlichen Panoramablick über das Guadalhorce-Tal.
Der “Arco del Cobertizo” (Torbogen) datiert aus der Zeit der Mauren, bildete wahrscheinlich waehrend des Mittelalters einen Teil der Verteidigungsmauer des Ortes.
Am Ortsausgang von Alhaurín el Grande in Richtung Coín befindet sich der Lucena-Brunnen (Fuente de Lucena), auch „Brunnen der Zwoelf Rohre“ genannt. Er ist ein Symbol für reichlich vorhandenes Wasser in dieser Gegend, das auch in den heißesten Sommern aus diesen Rohren frisch und reichlich fließt.
Von archaeologischem Interesse sind die Ueberreste maurischer Herkunft der ehemaligen Festung von Fahala und der Wachturm von Ubrique sowie die Funde aus der Roemerzeit bei Fuente del Sol.
Beim Besuch der Mühle “Molino de la Paca”, aus dem Jahre 1870, lernt man den Herstellungsprozess von Olivenoel kennen. Hier werden sowohl die traditionellen Methoden sowie die modernsten Techniken zur Oelgewinnung dargestellt. Es gibt eine Verkostung von Olivenoel “Virgen extra” und man kann in einem kleinen Laden typische Produkte aus der Gegend erwerben.
ANREISE:
1. Von Málaga-Stadt ueber die Landstrasse von Cártama (A-357) biegt man in Cártama auf die MA-425 ein, die nach Alhaurín el Grande führt.
2. Ueber die N-340, auf die A-366 in Richtung Coín abbiegen. Die Strasse fuehrt direkt nach Alhaurín el Grande.
3. Eine weitere Alternative von der Westlichen Costa del Sol ausgehend ist ueber die Autobahn Autovía del Mediterráneo, dann zwischen Benalmádena und Fuengirola auf die A-368 in Richtung Mijas abfahren, die spaeter auf die A-366 fuehrt. Diese Bergstrasse ist sehr kurvenreich, gut asphaltiert und bietet hervorragende Panoramablicke ueber die Kueste und das Guadalhorce-Tal, sobald man die Sierra von Mijas durchquert hat.
Das Gemeindegebiet Almargen liegt 510 Metern ueber dem Meeresspiegel, im Westen des Landkreises Antequera, im Einflussbereich des Flusses Guadalteba und grenzt an die Provinz Sevilla. Die Entfernung zu Málaga betraegt 105 Kilometer.
Die Pfarrkirche „Inmaculada Concepción“, die im 16. Jahrhundert gebaut und im folgenden Jahrhundert umgebaut wurde, liegt in der Naehe des Dorfplatzes. Die Fassade des Tempels ist im manieristischen Stil gehalten, aber ihr flacher Glockenturm ist ganz eindeutig Barock. In ihrem Inneren sind einige wunderschoene Umkleidungen im Mudejarstil im Mittelschiff erhalten.
Auch die römischen Graeber in der Sierra de Rebollo, die von hohem archaeologischen Interesse sind, muessen unbedingt erwaehnt werden.
Der groeßte Teil des Gemeindegebietes von Almargen besteht aus Feldern (abgesehen von dem der Serranía de Ronda, wo das Gelaende abwechslungsreich ist). Das Land ist ideal für Anbau von Getreide, Sonnenblumen und Olivenhaine.
Aufgrund seiner vielfaeltigen Vegetation und dem Ueberfluss an Wasser, das an manchen Orten medizinische Eigenschaften besitzt, eignet sich die Gegend besonders gut fuer Alternativurlaub, zum Wandern und Radfahren.
Pinienbaeume, Eichen, Weidenbaeume, Pappeln sowie aromatische Kraeuter wie Thymian, Ginster oder Zistrose bedecken ausgedehnte Flaechen. Wenn der Besuch in die Zeit der Bluete der Felder mit Getreide und Huelsenfruechte faellt, dann kommt der Reisende in den Genuss von ungewoehnlichen Panoramablicken.
Seit Ende der Neusteinzeit, wie aus den archaeologischen Funden, die zufaellig beim Bau einer Strasse entdeckt wurden, zu entnehmen ist, haben die hervorragenden Bedingungen des Bodens und die gute Erreichbarkeit dieser Gegend die Ansiedlung von Menschen hier und die Nutzung als Handelswege begünstigt.
Dank des Durchgangsverkehrs auf der Verbindungsstrasse, die zwischen Tartessos und Mainake errichtet wurde, erlebte die Gegend, mit der Ankunft der Phoenizier, ihren ersten wirtschaftlichen Aufschwung.
Einige Jahrhunderte spaeter bauten die Roemer die Via XI, welche die Orte Antikaria und Acinipo miteinander verband, also Antequera und Ronda la Vieja (Altes Ronda) und deren Trasse auch durch das Gebiet um Almargen fuehrte. Anhand dieser Kenntnisse ist es anzunehmen, dass Almargen schon einige Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung ein strategisch wichtiger Ort mit ueberdurchschnittlicher wirtschaftlicher Aktivitaet war.
Nach der Romanisierung der Gegend, scheint es in der Geschichte von Almargen eine Luecke zu geben, die erst nach der maurischen Herrschaft geschlossen wird. Aus dieser Zeit sind nur der Name der Gemeinde und einige Keramikfunde aus dem Tal der beiden Fluesse Corbones und Almargen geblieben. Nach der Eroberung des Landes durch die christlichen Truppen verlaeuft die Geschichte dieses Dorfes parallel zu anderen in der Naehe liegenden Orten.
Anreise
Von Richtung Malaga faehrt man ueber die Landstrasse N-331 bis zur Abfahrt zur A-92 (Richtung Sevilla), ganz in der Naehe von Antequera. Nach ca. 7 Kilometern biegt man auf die A-384, Richtung Campillos ab. Die Ortschaft durchfahren, die selbe Strasse fuehrt nach Almargen.
Die Gemeinde Almogia hat 4300 Einwohner, ist 162 km² gross und grenzt im Norden mit Sierra del Torcal an den Landkreis Antequera, im Westen an das Guadalhorce-Tal und im Sueden am nahegelegenen Talkessel von Málaga.
Der Ort liegt auf einer Hoehe von 363 Metern ueber dem Meeresspiegel und und die Entfernung zu der Provinzhauptstadt Málaga betraegt 25 Kilometer.
Der Ortsname ist maurischen Ursprungs, obwohl es auch andere Meinungen gibt, wie dass der Name von “Al-mexía” (aus der Linie der Mexies), kommt oder dass das Wort “huebsch” oder “schoen” bedeutet.
Einen Besuch wert sind die Schlucht von Retamares und der hoechste Berg in dieser Gegend der Gipfel “Pico Santi Petri” mit 797 Metern Hoehe.
Wie aus den Ueberresten einer hier im Ort gefundenen roemischen Straße zu entnehmen ist, war auch Almogía ein Verbindungspunkt zwischen den Kuestenorten und den Staedten im Landesinneren.
Der Ort erlangte waehrend der maurischen Herrschaft eine gewisse Bedeutung, vor allem waehrend des Aufstands der Muladies (zum Islam konvertierte Christen unter der Maurenherrschaft). Es gibt genuegend Beweise dafuer, dass die Burg von Santi Petri, oder auch Hins-Xan Biter genannt, von 1410 bis 1487 als Verteidigungsfestung benutzt wurde, bis sie 1487 vom christlichen Heer bei ihrem Vorstoß zur Eroberung Málagas zerstoert wurde. Heute kann man noch die Ruine besichtigen. Von den urspruenglich sieben Tuermen ist nur noch der “Torre de la Vela” erhalten.
Der Kapitaen Francisco Sánchez de Córdoba, Befehlshaber von 500 Maennern, beendete den Aufstand, deren Teilnehmer in andere Gebiete umgesiedelt wurden. Der Ort wurde durch alte Christen aus Antequera und Teba neu besiedelt.
Die Pfarrkirche “Kirche Nuestra Señora de la Asunción”, die im 16. Jh. errichtet wurde, ist das herausragendste Bauwerk des Dorfes.
Gegen Ende des 19. Jh. fand ein Erdbeben statt, bei dem die Kirche einige gravierende Strukturschaeden erlitten hatte und restauriert werden musste. Im Inneren sind drei Gemälde von unbekannten Künstlern aus dem 18. Jh. erhalten. Es handelt sich um eine Inmaculada (Unbefleckte Jungfrau Maria), ein Niño Jesús (Jesuskind) und einen San Pablo Ermitaño (Hl. Paulus Einsiedler). Erwaehnenswert ist auch die Kassettendecke im Mittelschiff im Mudejar-Stil.
Die Kapelle des Santo Cristo, die Ende des 19. Jh. renoviert wurde,
war früher ein Teil der 16 Stationen des Kreuzweges. Gut erhalten ist das Gemaelde einer Kreuzigung.
Aus dem 18. Jh., stammt die Kapelle “Tres Cruces” (Drei Kreuze), die sich an der Grenze zwischen den Gemeinden Almogía, Alora und Cártama und in der Nähe von Pizarra befindet.
Die Wallfahrtskapelle “Sagrado Corazón de Jesús” (Heiliges Herz Jesu) wurde im 18. Jh. gebaut und liegt im oberen Teil des Dorfes. Sie beherbergt die Bildnisse der Schutzheiligen des Dorfes, San Roque und San Sebastian. und war Teil des verschwundenen Konvents Sagrado Corazón.
Sehr interessant ist auch das Waschhaus „Lavadero de la Noria“aus dem 19. Jh., das noch bis ca. 1990 in Betrieb war. Erhalten sind hier 30 Becken mit Waschbrettern aus Stein, angeordnet um eine Zisterne.
Im Gebiet “Venta del Fraile“ sind Hoehlenmalereien aufgetaucht, die das Vorhandensein von praehistorischen Menschen in diesem Gebiet belegen.
Roemische Ueberreste von Thermen und einige Siedlungen sind auf den Landguetern von Gálvez, Cortijo Chirino und Los Moras entdeckt worden.
ANREISE
Von Málaga aus ueber die Landstrasse A-6113 (ehemaliger Weg „Camino de Antequera“) und bei “Venta El Gato” biegt man auf die A-423, welche direkt in den Ort Almogía führt.
Das Fahrrad hat sich leider in Spanien noch nicht richtig durchgesetzt, obwohl die Strandpromenaden dafuer geradezu praedestiniert sind, vor allem, wenn dunkle Wolken ueber das Land haengen.
START: Parque de la Constitución in Marbella, direkt vor dem offiziellen Tourismusbuero. Man verlaesst die gepflasterte Strandpromenade in Richtung Puerto Banús und begibt sich auf einen etwas wilderen Weg mit ueppiger Vegetation und passiert linker Hand das Hotel Puente Romano und Pier. Nach der Kurve verschwindet Marbella im Hintergrund und man hat eine wunderschoene Aussicht auf die Bucht von Puerto Banús. Es folgen einige Kilometer auf einem holprigen, aber durchaus gut befahrbaren Weg, vorbei an Victors Beach Bar, wo es durch den sandigen Untergrund anstrengender wird, weil man gut in die Pedale treten muss, um voranzukommen. Der Weg verliert sich im tiefen Sand und man muss fuer ein kurzes Stueck endgueltig absteigen. Bei der Bar Fantasía Playa de los Cuchis kann der Radfahrer entweder das Rad ueber eine steinige Ebene zu schieben, oder er entscheidet sich fuer einen kleinen Umweg. Rechts entlang des Tuempels fuehrt ein gut befahrbarer Pfad bis zur Unterfuehrung, biegt links ab und fuehrt dann wieder zur Kueste. So gelangt man dann zum Paseo Marítimo von Puerto Banús. Ab jetzt geht es ein Stueck der Strasse Avenida de Ribera entlang, vorbei an Monumento a Marbella und dem Einkaufszentrum Marina Banús bis zum letzten Kreisverkehr, an dem man die Abzweigung links zum Strand nimmt. Entlang der Playa de Nueva Andalucia fuehr ein Holzweg, der sich wieder im Sand verliert. An der Stelle, wo der Strand steinig wird, weicht man am besten nach rechts aus, vorbei an den bunten Haeusern von Urbanisacion Laurea, vorbei am Hotel Guadalpín, gelangt man wieder zum Strand, auch wenn zunaechst auf einen holprigen, aber dennoch gut befahrenen Weg, der an seinem Ende an die wunderschoene Strandpromenade von San Pedro anschliesst.
Die Avenida Carlos Cano ist ein breiter, gepflasteter, mit Palmen gesaeumter Weg, ein Traum fuer jeden Radfahrer. Die aufgestellten Fitnessgeraete, deren Benuetzung kostenlos ist, laden zum abwechslungsreichen Muskeltraining ein. Man kann noch einige Kilometer entlang der Playa de Cortijo Blanco, bis dann bei Residential Beachclub Lindavista endgueltig Endstation ist.
Bis nach Estepona sind es noch einige Kilometer, man kann entweder die Nationalstrasse nehmen oder den Drahtesel stehen lassen und am Strand entlang laufen, was auch die Beinmuskulatur entspannt und Muskelkater vorbeugt.
Fuer den Rueckweg empfiehlt sich dieselbe Strecke, oder man kann auch bei Puerto Banús den Umweg ueber den Hafen nehmen. Am Muelle Benabola und Muelle Ribera ist allerding wegen den vielen Spaziergaenger Vorsicht geboten. Von hier aus ist es noch etwa eine halbe Stunde zum Ausgangspunkt.
Dauer der Strecke ist etwa zwei bis drei Stunden, je nach Kondition, Gegenwind und Zwischenstops.
FAHRADVERLEIHE MARBELLA:
Bike Station Marbella Avda. Arias de Velasco 8
H20 Sports Avda. Duque de Ahumada s/n,
Hotel el Fuerte
Moto Mercado Plaza Monseñor Rodrigo Bocanegra
(Altstadt)
Samoa Surfshop c/ Camilo José Cela 4
Der durchschnittliche Tagespreis liegt bei etwa 10 Euro, bei mehreren Tagen gibt es spezielle Angebote.
Wir möchten Ihnen zwei Wanderstrecken bis zum Enamorados-Gipfel vorschlagen:
1.Von Antequera aus, der Aufstieg ist leicht, wenn auch für das letzte Stück gewisse Vorsicht geboten ist., Dauer ca. 2 Stunden.
“Peña de los Enamorados’ lässt sich von Antequera in Richtung Archidona ereichen. Unterwegs zu sehen sind die Höhle Cueva de Viera, eine frühere Begräbnisstätte für Einzelbestattungen, wo sich wunderschöne Dolmen befinden, die Cueva de Menga, eine sehr gut erhaltene künstliche Aufschüttung, sowie der Dolmen del Romeral, vermutlich das modernste Element der gesamten megalithischen Fundstätte der Gegend.
Nach den Meilensteinen führt die Strecke auf der Straße weiter bis hinter die Kreuzung, an der es links nach Ronda geht. In der Ferne erwartet uns einsam der Peña de los Enamorados, der die Form eines Indianerkopfes hat.
Der Legende nach standen eine maurische Prinzessin und ein christlicher Ritter im Mittelpunkt einer Romanze, die sich in den Zeiten der religiösen und kulturellen Intoleranz als unmöglich erwies. Überzeugt von den Gefühlen, die sie füreinander hegten, beschlossen sie, sich ins Gebirge zu flüchten. Als sie sich schließlich umzingelt und ohne Ausweg sahen, besiegelten sie ihre Liebe für immer, indem sie sich gemeinsam von einem Felsen stürzten.
2. Vom schoenen Ort Yunquera, der im Herzen des Las Nieves liegt, mit der weltweit größten Edeltannenfläche, sowie weiteren Besonderheiten seiner Flora und Fauna.
Eine der schönsten Routen in der Region mit 5 Kilometern Länge (Dauer ca. . 6 Stunden) und mittlerem Schwierigkeitsgrad.
Die Route beginnt auf der Straße nach El Burgo. Nach der Burg wählt man den Weg, der links abgeht und geht bis zu einer weiteren Gabelung weiter. Auf dem Weg Richtung Stromwerk gelangt man geradeaus an eine Kreuzung. Dort wählt man den Aufstieg rechts, in Richtung eines kleinen Hügels, von dem aus man die Saucillo Schlucht sieht.
Parallel zur Schlucht geht man bis zu einer unechten Ebene weiter aufwärts. In der Ferne sieht man den 1775 Meter hohen Peñón de los Enamorados. Den endgültigen Aufstieg setzt man auf der einfacheren Ostseite fort, die jedoch trotzdem gewisse Schwierigkeiten zeigt.
Am Ende der Strecke kann den Weg des Cortijo de los Quejigales, einem Treffpunkt weiterer Routen, nehmen.
Das Refugio de Juanar in der Gemeinde Ojén ist Ausgangs- und Zielpunkt mehrerer Wanderwege. Diese Strecke fuehrt zwischen Pinien, Oliven- und Nussbaeumen, an mehreren Wegkreuzungen und Abzweigungen, Felsen und Masten vorbei. Auf dem letzten Teilstueck der Strecke bietet sich ein herrlicher Blick auf die Kueste und das Mittelmeer, an klareren Tagen sogar auf Gibraltar und die afrikanische Kueste. Um zu diesem Berg zu gelangen, musst man das Cruz de Juanar passieren, die Schlucht Salto del Lobo, den Weg über den Gipfel des Lastonar und noch den Río de Las Piedras (Steinfluss) ueberqueren.
Der Gipfel “Pico de La Concha” (concha = Muschel, wegen seiner Aehnlichkeit), ist 1214 m hoch, gehoert zu den Erhebungen der Sierra Blanca und besteht aus reinem Kalkstein. Oben angekommen, kann man unseren Namen aufschreiben und in einem Fach hinterlassen, das frueher zur Weitergabe von Nachrichten diente.
Es empfiehlt sich diese 15 km lange Strecke, fuer die man etwa 5 Stunden braucht, in den weniger hei¦Âen Monaten des Jahres zu absolvieren. Wenn das Wetter mitspielt, bietet sich von der Sierra Cabrilla aus ein fantastischer Blick auf die spektakulaeren Landschaften.
Die Wanderroute beginnt mit einem Aufstieg auf den Pico de Cabrilla und fuehrt entlang des Gipfels der Sierra Prieta. Der Ausgangspunkt der Rundstrecke ist die Stra¦Âe MA-404 von Casarabonela zum Pass Puerto Mart¨ªnez.
Bevor man in Richtung El Burgo fahrend den Pass erreicht, biegt man links in den forstwirtschaftlichen Weg ein, der etwa 8,5 km lang am S¨¹dwesthang der Sierra Prieta entlang verlaeuft und zum Pass Puerto de la Madera fuehrt, wo man auch parken kann.
In diesem Landstrich finden sich einige See- und Schwarzkiefernwaeldchen, Exemplare von Pinsapo-Tannen, Ahorn-, Erdbeer-, Wacholder- und weiteren Baeumen. In Punkto Fauna lassen sich hier beheimatete Schlangen und andere Reptilien, Maeusegeier und Iberiensteinbockherden entdecken.
einen Kilometer von den Minen “La Furia y del Uno” entfernt.
Der Wanderer wird mit spektakulaerer Panoramaaussicht und wundeschoener Landschaft belohnt.
Die Route fuehrt am Kamm eines Bergrueckens entlang, bevor man einen Pass auf der Nordseite des Almendrón erklimmt. Hier kann man ausruhen und den Blick auf das ganze Tal des Rio Chillar mit dem Landgut Cortijo del Imán im Hintergrund geniessen, bevor man den Tajo del Almendrón erreicht. Man kann auf der anderen Seite des Bergs absteigen. Auf diesem Weg erwartet den Wanderer der Wasserlauf Arroyo de los Cazadores und eine enorme Schlucht, die sich durch jahrelange Erosion im Kalkstein, gebildet hat.
Auch nachfolgende Wanderstrecken sind sehr zu empfehlen: Am Flussbett des Chillar entlang zum Staudamm, zur Quelle Fuente del Esparto, zum Navachica, zur Cuesta del Cielo über La Civila und zum Peñón de Los Castillejos.


„Wichtiger als meine Aussagen sind die Bilder und das, was man darauf sieht“. Mit diesen Worten gab der Künstler Daniel Richter am vergangenen Freitag gleich zu Anfang der Pressekonferenz im Museum für zeitgenössische Kunst in Málaga (CAC) den Ton an. „Komplexität und Widersprüche“ seien für ihn wichtig, keine Träume, sondern die Realität darzustellen, erklärte er. Die erste Retrospektive dieses jungen deutschen Künstlers auf spanischem Boden ist bis zum 13. Juli im CAC Málaga zu sehen.
Mehr Info:
Daniel Richter bis 13. Juli im CAC Málaga, C/Alemania, 29001 Málaga
Telf: (+34) 952 120 055
Eintritt frei.
Liegt 20 Kilometer westlich von Málaga, zwischen den suedlichen Auslauufern der Sierra de Mijas und dem Meer, auf einer Hoehe von 280 Metern ueber dem Meeresspiegel.
Die Gemeinde besteht aus drei Ortskernen, die miteinander verbunden sind: Benalmádena-Pueblo, Benalmádena–Costa und Arroyo de la Miel.
Eine Version ueber den Ursprung des heutigen Namens der Gemeinde scheint eine Ableitung des arabischen Ausdrucks Ibn al-Madin zu sein, was soviel wie “Söhne der Minen” bedeutet. Es waren jedoch die Mauren, die ursprünglich der Gemeinde ihren Namen gaben.
Wie die Funde in den Höhlen Cueva del Toro, Los Botijos oder Las Zorreras beweisen, fanden die ersten menschlichen Ansiedlungen in dieser Gemeinde im Oberen Steinzeitalter statt. Zwischen dem 8. und dem 7. Jh. v. C. ließen sich in dieser Gegend die Phoenizier nieder und spaeter folgten die Roemer (Poekelfabrik in Benal-Roma sowie Ueberreste von Siedlungen in Torremuelle und Capellanía). eine stabile Bevoelkerung begann sich zu bilden, als im 18. Jh. mehrere Papierfabriken eroeffnet wurden. Einige Jahre spaeter, durch den Weinanbau, wuchs die Bevoelkerung an. Der Weinbau ging aufgrund einer Seuche durch die Reblaus zu Beginn des 20. Jh. unter. Die Wirtschaft wurde durch Tourismus, das in den sechziger Jahren begann, unaufhaltsam nach oben gebracht.
BENALMÁDENA-PUEBLO ist ein typisch andalusisches Dorf, mit engen Strassen, weißgekalkten Hauusern und aufgrund seiner Naehe zum Meer mit einigen phantastischen Aussichtspunkten ueber die Costa del Sol.
Sehenswert sind hier unter anderem die Kirche “Santo Domingo”, errichtet im 17. Jh., spaeter verschwand ihre urspruengliche Struktur beim Wiederaufbau.
Neben der Kirche gibt es einen Aussichtspunkt, die „Jardines del Muro“ (Mauergaerten), mit einem herrlichen Panoramablick.Der Entwurf stammt vom Architekt César Manrique.
Die beste vorkolumbische Kunstsammlung Europas sowie Objekte aus der Neusteinzeit und der Roemerzeit beherbergt das Archaeologische Museum, das sich om der Avenida Juan Peralta, 43 befindet. Die Marmorplatten, die den Boden des Gebäudes bedecken, stammen von einem Schiff aus dem 18. Jh., das vor Benalmádena gesunken war, zusammen mit einer “Jagenden Diana“ aus dem 16. Jh., die in einem der Saele ausgestellt ist.
BENALMÁDENA-COSTA -rund um Sonne und Strand- ist fuer das touristische Angebot wie große Hotels, Spielkasino, Jachthafen, Seilbahn, Vergnuegungsparks wie Tivoli, Selwo Marina oder Sea Life, Golfplätze, Geschaefte aller Art, etc. international bekannt.
ARROYO DE LA MIEL stellt das wirtschaftliche Zentrum der Gemeinde dar, konzentriert einen großen Teil der Bevoelkerung und der staedtischen Dienstleistungen.
Seit 30 Jahren gibt es den Vergnügungspark “Tivoli World”, in Arroyo de la Miel mit Attraktionen für jedes Alter, Restaurants für alle Geschmaecker, Freilufttheater, in denen die bekanntesten Darsteller auftreten, und alles dies umgeben von ueppigen Gaerten und Springbrunnen.
Das Freizeitgelaende “Cumbre del Calamorro“ stellt eine weitere Alternative für diejenigen Besucher dar, die mit der Seilbahn auf den Gipfel des Monte Calamorro (770 Meter) fahren.
Die spektakulaeren Ausblicke umfassen nicht nur den Kuestenstreifen, sondern auch einen Teil des Hinterlandes der Provinz. Hier befindet sich auch ein Restaurant mit Bar. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen Esel zu mieten, auf dessen Ruecken man einen der Rundwege um den Gipfel unternehmen kann.
Der Eingang zur Seilbahn befindet sich auf dem Vorplatz des Tivoli.
Direkt am Strand steht die Burg “Castillo de Bil-Bil”. Es handelt sich um ein Bauwerk im maurischen Stil, mit rot gestrichener Fassade und Verzierungen aus Keramikfliesen und Reliefs im exquisiten Stil der Nasriden. Die Brunnen, ebenfalls Erbstuecke der moslemischen Kultur, zieren die Seiten der Burg. Außerhalb des Gebaeudes hat man herrliche Aussichten ueber die Straende von Benalmádena.
Das Gebaeude wurde im Auftrag des Ehepaares León und Fernanda Hermann in den dreißiger Jahren errichtet. Enrique Atencia, ein Architekt aus Málaga, wurde mit dem Projekt und der Bauausfuehrung beauftragt. Die Hermanns haben die Burg nie bewohnt, weil sie beschlossen haben, das Gebaeude zu verkaufen, als im Jahre 1936 der Buergerkrieg ausbrach.
Es wurde von der amerikanischen Familie Schestrom erworben und sie wohnte dort bis in die achtziger Jahre. Es gab verschiedene Schwierigkeiten und Verhandlungen, die mit dem Erwerb des Gebaeudes durch die Stadtverwaltung endeten, die es zum Kulturzentrum bestimmte. Heute finden dort von der Stadtverwaltung organisierte Konzerte, Ausstellungen, Vortraege, kulturelle Veranstaltungen und sonnabends standesamtliche Trauungen, statt.
Entlang der Kueste sind bis heute, die aus dem 16. Jh. stammenden, Wachtuerme von Torrebermeja, Torrequebrada und Torremuelle erhalten, die zur Verteidigung, wegen den ständigen, vom Meer ausgehenden Angriffe durch Piraten, errichtet wurden. Die beiden ersten sind maurischen Ursprungs und der dritte wurde spaeter schon unter christlicher Herrschaft errichtet. Ihre konisch geformte Silhouette bestimmt eines der typischen Landschaftsbilder der Kuestenregion von Benalmádena.
Die Burg “Castillo de Colomares” wurde zwischen 1987 und 1994 von Dr. Esteban Martín y Martín erbaut. An diesem Bauwerk sind in einer seltsamen, fast traumähnlichen, aber optisch sehr eindrucksvollen Symbiose so ziemlich alle architektonischen Stilarten vereint. Gleich neben dieser architektonischen Raritaet liegt der “Jardín de las Aguilas“ (Adlergarten), in dem Vorführungen aus der Falkenzucht mit verschiedenen Voegeln dargeboten werden.
Der “Parque de la Paloma” (Park der Tauben) ist die groeßte Gruenzone der Gemeinde. Auf einer Flaeche von ueber 200.000 qm sind Kanarienvoegel, Papageien, Kaninchen, Ziegen, Schafe etc. zu sehen, in einem kuenstlichen See leben Enten, Pelikane, Schildkroeten usw.
Eine weitere Besonderheit dieser Gemeinde ist die “Estupa de la Iluminación“ (Figur der Erleuchtung). Sie wurde am 4. Oktober 2003 eingeweiht und ist mit 33 Metern Hoehe und 25 Metern Breite die groeßte Buddhafigur der westlichen Welt. Sie traegt eine Goldkuppel, die von der gesamten Kuestenregion zwischen Fuengirola und Benalmádena zu sehen ist. Der Meditationssaal hat eine Fläche von 100 qm und 6 Metern Hoehe.
Sie besitzt Wandgemaelde, welche die wichtigsten Stationen aus dem Budhas Leben zeigen. Die Gemaelde stammen von Kuenstlern aus dem Himalaja. Es handelt sich um ein Denkmal an Buddha, das Harmonie, Wohlstand und Frieden symbolisiert, deren Ursprung 2.500 Jahre zurueck liegt.
Die “Aula del Mar” (Schule des Meeres) ist ein Aquarium, in dem eine Ausstellung der Mittelmeerfauna mit erzieherischen und umweltschuetzerischen Veranstaltungen verknuepft wird.
Der “Puerto Deportivo“ (Jachthafen) von Benalmádena verfuegt ueber fast 1.000 Liegeplaetze, eine Tauchschule und die komplette Infrastruktur eines Hafens seiner Gueteklasse (Wasserski, Segeln). Der Jachhafen ist einer der groeßten Anziehungspunkte fuer die gesamte Costa del Sol. Mehrere Millionen Personen besuchen jaehrlich die Vielzahl von Bars, Restaurants und Diskotheken, die es entlang der Hafenpromenade gibt.
Hier befindet sich auch “Sea Life Benalmádena”, ein eindrucksvolles Aquarium, in dem eine Ausstellung der ausgefallensten Meerestiere aus dem Mittelmeer, der Suedsee und der Ozeane zu sehen sind. Besonders interessant ist der Bereich der Haie und der Seepferdchen.
“Selwo Marina” ist ein Wildpark mit Meerestieren. Bei dieser einzigartigen Expedition durch die Neue Welt kann man die Meeressaeugetiere und Voegel Suedamerikas entdecken, nd das erste Delphinarium Andalusiens mit den intelligenten Maultierdelphinen oder „Flaschennasen“ besichtigen. Selwo Marina verfuegt auch ueber die einzige Eislandschaft von Andalusien mit natuerlichem Umfeld verschiedener Pinguinarten.
Der Rundgang, bei dem man nach und nach die verschiedenen Themengebiete des Selwo Marina entdeckt, beginnt auf dem Platz „Placita de las Américas“ (Plaetzchen Amerikas). Man kann zwischen verschiedenen Routen waehlen. Eine der Routen fuehrt zu den warmen Gewaessern der Karibik, wo die Delphine leben. Die zentrale Route fuehrt nach Amazonas zu den exotischen Vogelarten. Die dritte Route fuehrt in die eisige Landschaft des Suedpols, wo man die Pinguine betrachten kann. Auf dieser Expedition kann man zahlreiche Beispiele der Vegetation jenes Kontinents bewundern.
Es gibt auch einen Kinderbereich mit Rutschen, Wippen, Haengebruecken, Kletterspielen usw., sowie einem „Dschungel“, speziell fuer die Kleinsten entworfen.
Selwo Marina verfuegt ueber mehrere Gastronomie-Bereiche mit guter Auswahl an Gerichten und Menues.
ANREISE:
Ueber die Autovía del Mediterráneo (AP-7; N-340) oder per Eisenbahn. Durch die Nahverkehrslinie hat man auch Anschluss nach Fuengirola, Torremolinos und in die Provinzhauptstadt.
Auf dem Berg Maroma, um Velez-Malaga Gegend, sieht man bis in den Fruehling hinein den Schnee auf den Begrruecken liegen. Mit seinen 2.065 Metern ist er der hoechste Berg der Provinz Malaga, obwohl sein Gipfel in Wirklichkeit in der Provinz von Granada liegt. Wer die wunderschoene Aussicht (bei gutem Wetter) bis nach Gibraltar geniessen moechte, muss den Berg einmal besteigen. Der Aufstieg zum Gipfel soll vier Stunden dauern und der Rueckweg weitere drei Stunden. Zunaechst geht es einen Feldweg in westlicher Richtung bergauf und schon bald sieht man den Stausee “La Viñuela” tief im Tal vor sich ausgebreitet. Nach ca. einer Stunde macht der Weg eine scharfe Rechtskurve und wendet sich dem Gipfel zu, auch wenn man ihn nocht nicht sehen kann, weil er von einem Bergruecken verdeckt wird. Ein steiler Weg fuehrt den Berg hinauf.. Nach ca. einundhalb Stunden ist ein Plateau erreicht und der Feldweg ist zu Ende. Weiter geht es ueber einen schmalen Pfad, der auf ein gruen bewachsenen Hang fuehrt. Durch einen Pinienwald gelangt man in die baumlose Zone auf der Nordseite des Berges. Nach insgesamt vier Stunden Marsch ist der Gipfel endlich erreicht. Erst aus einer Entfernung von 50 Metern erkennt man ihnan dem aus Stein gemauerten Tuermchen, das sich in der Mitte des kleinen Hochplateaus befindet.
Neben dem Aufstieg von Alcaucin zum Gipfel des MAROMA gibt es noch drei weitere Moeglichkeiten. Ein Weg beginnt in Canillas de Aceituno, die beiden anderen haben die Picknickplaetze La Rahije zwischen Sedella und Canillas de Aceituno und El Robledal auf der Nordseite in der Provinz Granada als Ausgangspunkt. Im Internet sind zahlreiche Wegbeschreibungen auf deutsch zu finden.
Das Museum zaehlt zu den besten Europas und besitzt die groeβte Sammlung wilder Olivenbaeume weltweit.
Interessante Exemplare wie der aus China stammende wilde Olivenbaum „Almez",
mit seinen vergaenglichen Blaettern von tiefgruener Farbe oder einem 300-jährigen „Acebuche", beeindrucken die Besucher und veranlassen sie dazu, ueber die Natur nachzudenken.
Das Bonsai-Museum Marbella besitzt auch Miniaturen einheimischer Arten aus der reichen Natur in der Umgebung der Stadt. Einige wahre Kunstwerke, wie etwa die Pinsapo-Tannen, sind vom Aussterben bedroht.
Die Bonsai-Kunst ist schon etwa 2000 Jahre alt und stammt -ebenso wie auch andere jahrtausendalte Traditionen- aus China, wo diese Winzlinge von Baeumen ein Symbol für die Ewigkeit waren und eine Bruecke zwischen Goettlichem und Menschlichem, zwischen Himmel und Erde darstellten.
In Spanien machte das Ziehen von Bonsai-Baeumen der ehemalige Praesident Felipe González (Amtszeit 1982-1996) populaer.
Das Bonsai-Museum ist taeglich 10.30 bis 13.30 Uhr und 16.00 bis 18.00 Uhr geoeffnet.
Parque Arroyo de la Represa
Avda. del Dr. Maíz Viñal
MARBELLA (Málaga)
Telefon: (+34) 952 862 926
Diese Wanderung, deren Ausgangs- und Zielpunkt die „Puente Romano” in Salares (Axarquía) ist, ist in etwa drei Stunden zu bewaeltigen. Die romanische Bruecke besitzt einen auβerordentlichen architektonischen Stellenwert. Das gut erhaltene Bauwerk ist gepflastert und mit einem Halbrundbogen verziehrt. Einst verband sie das Dorf ueber den Fluss mit der Schlucht Barranco de las Minas, wo das Salz gewonnen wurde.
Nach Ueberquerung der Bruecke fuehrt die Strecke mit vielen Wegbiegungen durch Gaerten, Nuβ- und Orangenbaeume. Linkerhand, parallel zur Schluchttrichtung verlaeuft eine Abzweigung und danach geht es vorbei an Efeu, verschiedenen Straeuchern, Kork- und Steineichen, Kirsch- , Oliven- und Johannisbrotbaeumen,
weiter zur Quelle Fuente de la Mina, wo eine Korkeiche von spektakulaeren Ausmaβen steht. Ein Stueck weiter kommt man zu dem bekannten Berg „Umbría de la Casa de Haro", mit dem groessten mediterranen Baumbestand im ganzen Bezirk. Weiter geht es
am Flussbett entlang, das mehrmals ueberquert werden muss. El Puerto de la Cruz del Muerto, La Loma de Fogarate … sind weitere Ueberraschungen, die uns der Naturpark bietet.
Der Rueckweg ist an einigen Stellen recht steil, verlaeuft die ganze Zeit bergab und fuehrt wieder zu der Bruecke Puente Romano.
Stein auf Stein liegt uebereinander. Riesige Felsen, die an Untiere erinnern und Steilwaende, von denen jeder Kletterer traeumt – die Landschaft der Sierra de Utrera, die sich auf dem Gebiet der Gemeinden Casares und Manilva befindet. Vergleichbare Steinformationen weist nur der weitaus bekannterer TORCAL von Antequera im Landesinneren der Provinz Málaga auf.
Die Sierra de Utrera erstreckt sich ueber 470 Hektar. Das Gebiet ist zwar kein Schutzraum, ist aber in der Gemeinde Casares als nicht bebaubar geschuetz.
Ein Rundweg durch das Gebiet, in dem viele Vogelarten Schutz finden, fuehrt zunaechst durch den grossen CANUTO DE UTRERA, bis zu den roemischen Baedern von La Hedionda, in denen bereits Cäsar gebadet haben soll. Den Rueckweg kann man entlang dem Río Manilva – vorbei en mehreren Wassermuehlen- einschlagen.
Wegbeschreibung: Bei Km 7 der A-377, die von Manilva nach Gaucín fuehrt, beim Cortijo Los Llanos einbiegen und das Auto parken.
Es lohnt sich in das karstige Gebiet links der Schlucht hochzuwandern. Man kann Felsen, die bizarre Gebilde bilden, erklettern und wenn man Glueck hat, bekommt man auch frei lebende Gemsen zu sehen. Um den Weg durch die Schlucht (CANUTO) zu nehmen, muss man wieder an den Ausgangspunkt zurueckkehren. Man gelangt an eine Betonplattform und am Ende der Schlucht stoesst man auf eine kleine Kapelle, die ERMITA DE SAN ADOLFO. Von dort aus gelangt man zu den “Baños de la Hedionda”, die als Kulturgut geschuetzt sind und so viel wie “stinkende Baeder” heissen. Der Legende nach wohnte der Teufel in dem Gewaesser. Als er vom heiligen Jakobus von dort vertrieben wurde, raechte er sich und versetzte mit seinem Atem dem Flusswasser Schwefel. Die heilende Wirkung der Schwefelquelle entdeckten die Roemer. Julius Cäsar soll hier im Jahre 61 vor Christus eine Herpesinfektion auskuriert haben.
Von hier aus geht man entlang dem Río Manilva, vorbei an mehreren Wassermuehlen.
Am Ende dieses Hoehenwegs gelangt man zu einer kleinen Bruecke, ueber die man einen Pferdehof erreicht. Weiter geht es links an den Pferdestaellen bergauf, von wo man CASARES sehen kann. Dieser Weg fuehrt zu der Strasse, die Manilva und Casares verbindet, zurueck und nach ca. 1,5 km ist man wieder beim Auto.
Diese Wanderung ist nicht besonders schwierig und laesst sich in ca. vier Stunden schaffen. Am Wochenende kommen viele spanische Familien zum Picknick und Baden an die Baños de la Hedionda.
Der kleine Ort CARRATRACA (850 Einwohner) befindet sich 540 Meter über dem Meeresspiegel und liegt im Norden des Landkreises Valle del Guadalhorce, an der Grenze zum Landkreis Antequera, 55 Km von Ronda und von der Provinzhauptstadt entfernt. Es lassen sich auch in Carratraca, wie auch in den Grenzgemeinden, einige der landschaftlichen Eigenarten feststellen, die einige Kilometer weiter typisch für die Landschaften um Ronda, Antequera und das eigentliche Guadalhorce-Tal sind. So ist z. B. das Gelände in der Sierra de Alcaparaín sehr steil und wesentlich sanfter geformt in den Bergen von Baños y Aguas.
Die Vegetation passt sich ihrem Untergrund an, so dass in den Taelern, die vom Las Cañas durchflossen werden, Olivenhaine und Getreidefelder zu finden sind und in manchen Gegenden dichte Pinienwälder und Unterholz vorherrschen, waehrend in der Naehe vom Flussbettes gibt es auch noch Obst- und Gemueseplantagen.
Viele Stellen des Ortskerns sind hervorragende Aussichtspunkte, von denen man eine wunderschoene Landschaft der Sierra Blanquilla ueberblickt.
In einer Erdgrube von 40 Metern Tiefe in der Sierra de Alcaparaín wurde ein Grab aus der Neusteinzeit mit einigen Ueberresten, Malereien und Keramiken. gefunden, welche die Existenz des Menschen seit jeher in diesem Landstrich bestaetigen. Von den Roemern, die sehr bald die heilenden Kraefte des hier in Carratraca aus der Erde sprudelnden, schwefelhaltigen Wassers entdeckten, wurden Muenzen von Tiberius, Claudius und Caesar in der Fundstaette von La Glorieta entdeckt.
Der tatsaechlicher Ursprung des aktuellen Carratraca liegt im 19. Jh., als Konsequenz der Erweiterung eines Landgutes namens AGUAS HEDIONDAS, in dem es ein Kurbad und eine Kapelle aus dem 18. Jh. gab.
Aufgrund des Zustromes von Menschen, die herkamen um die heilenden Kraefte des Wassers zu nutzen, wurde mit dem Bau eines neuen Kurbad 1847 begonnen und die Arbeiten wurde 1856 beendet.
Die beste Werbung fuer das Kurbad, waren die beruehmten Persoenlichkeiten, die das Bad besuchten, unter anderen Eugenia de Montijo, die wohlhabende Familie Heredia, Cánovas del Castillo oder der englische Dichter Lord Byron. Schaetzungsweise kamen gegen Ende des 19. Jh. etwa 5.000 Personen jaehrlich zur Badesaison nach Carratraca, was sich in der Wirtschaft des Dorfes bemerkbar machte.
Außer dem Kurbad besaß das Dorf zu jener Zeit zwei Casinos und eine mehr als eigenwillige Stierkampfarena.
ANREISE:
Von Málaga aus faehrt man ueber die Landstrasse A-357, welche ohne Abbiegungen direkt in die Umgebung von Carratraca fuehrt. Ein gut sichtbares Straßenschild weist auf die Zufahrt zum Ort hin.